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Warum jedes KMU einen Investitionsrechner für Prozessautomatisierung braucht

24. März 20266 Min. Lesezeit

Die Frage, die niemand beantworten kann

„Was kostet uns das eigentlich?"

Ich höre diesen Satz in jedem zweiten Erstgespräch. Geschäftsführer wissen, dass ihre Mitarbeiter zu viel Zeit mit manuellen Prozessen verbringen. Sie spüren es. Aber sie können es nicht beziffern.

Und genau da liegt das Problem.

Ohne Zahlen keine Entscheidung. Ohne Entscheidung keine Veränderung. Ohne Veränderung bleibt alles beim Alten - und die Kollegin tippt weiter 80 Eingangsrechnungen pro Woche aus PDFs ab.

Deshalb haben wir einen Investitionsrechner gebaut. Nicht als Marketing-Gimmick. Sondern als Werkzeug, das in 5 Minuten sichtbar macht, was manuelle Prozesse wirklich kosten - und ab wann sich Automatisierung rechnet.

Was manuelle Prozesse wirklich kosten: Eine Rechnung, die wehtut

Nehmen wir ein reales Beispiel. Nicht ausgedacht, sondern zusammengesetzt aus über 60 Kundengesprächen, die wir in den letzten zwei Jahren geführt haben.

Ein mittelständisches Unternehmen. 15 Mitarbeiter. Kein Konzern, kein Startup. Ganz normaler Betrieb.

Diese sechs Prozesse laufen dort täglich oder wöchentlich ab:

1. Eingangsrechnungen aus PDF manuell abtippen 80 Belege pro Woche. Jede braucht 8 Minuten. Das sind über 46 Stunden im Monat - nur für eine einzige Tätigkeit. Bei einem internen Stundensatz von 60 € entstehen monatliche Kosten von rund 2.770 €.

2. Daten aus E-Mails manuell in Excel übertragen 40-mal im Monat. Je 15 Minuten. Macht 10 Stunden und 600 € pro Monat. Für Copy-Paste.

3. Freigaben per E-Mail-Kette einholen und nachverfolgen 25 Freigaben pro Monat. 20 Minuten pro Vorgang - nicht weil die Freigabe selbst so lange dauert, sondern weil man hinterhermailen muss. Das sind über 8 Stunden und 500 € monatlich.

4. Belege und Dokumente für den Steuerberater zusammenstellen Nur 4-mal im Monat, aber jeweils 30 Minuten. Klingt harmlos. Sind trotzdem 120 € monatlich - und vor allem: Nerven.

5. Handschriftliche Formulare in digitale Systeme übertragen 50 Formulare pro Monat. 12 Minuten pro Stück. 10 Stunden. 600 €. Und eine Fehlerquelle, über die niemand spricht.

6. Dokumente suchen und aus der Ablage zusammensuchen 60-mal im Monat greift jemand in Ordner, Laufwerke oder E-Mail-Postfächer. 10 Minuten pro Suchvorgang. Macht 10 Stunden und 600 € monatlich.

Die Summe: über 5.100 € pro Monat. Für Tätigkeiten, die kein einziges Produkt besser machen, keinen einzigen Kunden glücklicher und keinen einzigen Euro Umsatz generieren.

Das sind über 61.000 € im Jahr. Für Abtippen, Suchen, Kopieren und Hinterhertelefonieren.

Die Frage ist nicht ob, sondern wann

Die meisten Geschäftsführer, mit denen ich spreche, wissen das intuitiv. Sie ahnen, dass da etwas im Argen liegt. Aber solange die Kosten unsichtbar bleiben, passiert nichts.

Der Grund ist menschlich: Wir gewöhnen uns an alles. Wenn Frau Müller seit drei Jahren jeden Montag Rechnungen abtippt, dann ist das eben so. Das stellt niemand in Frage.

Bis jemand eine Zahl auf den Tisch legt.

5.100 € pro Monat. Das ist eine Zahl, die Gespräche verändert.

Was Automatisierung realistisch leisten kann

Ich verspreche ungern 100 %. Wer das tut, lügt.

Aber was wir in unseren Projekten konsistent sehen:

Bei der Belegverarbeitung lassen sich 80 % der manuellen Arbeit automatisieren. AI liest Rechnungen, extrahiert Daten, ordnet sie zu. Der Mensch prüft nur noch Ausnahmen. Genau das haben wir auch in unserem Use Case zur intelligenten Rechnungsfreigabe mit DATEV umgesetzt.

Bei der Datenübertragung zwischen Systemen sind es 85 %. Power Automate verbindet E-Mail-Eingang mit Excel, CRM oder ERP. Kein Copy-Paste mehr.

Bei Freigabeprozessen erreichen wir 75 %. Nicht 100 %, weil die eigentliche Entscheidung beim Menschen bleibt. Aber das Nachverfolgen, Erinnern und Dokumentieren übernimmt das System.

Bei der Dokumentenablage und -suche sind 70 % realistisch. Automatische Verschlagwortung, OCR, strukturierte Ablage. Statt 10 Minuten suchen: 30 Sekunden finden.

Und bei handschriftlichen Formularen? Da sehen wir die höchsten Einsparungen - 90 %. Weil der Prozess selbst überflüssig wird, sobald man digitale Formulare einführt.

Die Investitionsseite: Was kostet Automatisierung?

Hier kommt der Teil, den die meisten Berater gerne verschweigen. Automatisierung kostet Geld. Natürlich tut sie das.

In einem typischen Projekt bei uns sieht das so aus:

Der Prozess-Workshop kostet 1.500 €. Einmalig. Hier analysieren wir gemeinsam, welche Prozesse es überhaupt gibt, wo die größten Hebel liegen und was sinnvoll automatisierbar ist.

Die Implementierung und Konfiguration liegt bei 4.500 €. Ebenfalls einmalig. Das ist die eigentliche Bauphase - Power Automate Flows, Formulare, Schnittstellen, Tests.

Dazu kommt ein monatliches Retainer von 500 €. Für Support, Anpassungen und Weiterentwicklung. Weil sich Prozesse ändern. Weil neue Anforderungen kommen. Weil Automatisierung kein Projekt ist, sondern ein laufender Prozess.

Einmalinvestition: 6.000 €. Laufende Kosten: 500 € pro Monat.

Break-Even: Wann rechnet sich das?

Die monatliche Einsparung in unserem Beispiel liegt bei rund 4.100 €. Die laufenden Kosten bei 500 €. Die Netto-Einsparung pro Monat beträgt also ca. 3.600 €.

Bei einer Einmalinvestition von 6.000 € liegt der Break-Even bei unter 2 Monaten.

Nach 12 Monaten steht eine Netto-Einsparung von rund 37.000 €.

Nach 24 Monaten sind es über 80.000 €.

Das sind keine Phantasiezahlen. Das ist Mathematik, basierend auf realen Prozessdaten aus echten Unternehmen. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei unserem Energiesektor-Projekt, wo ERP-Automatisierung den manuellen Aufwand drastisch reduzierte.

Was kostet dieser Prozess Sie wirklich?

Berechnen Sie mit unserem Investitionsrechner, wann sich die Automatisierung für Sie bezahlt macht.

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Die häufigsten Einwände - und warum sie nicht ziehen

„Wir sind dafür zu klein." Gerade kleine Unternehmen spüren die Kosten manueller Prozesse am stärksten. Bei 8 Mitarbeitern zählt jede Stunde.

„Automatisierung ist was für Konzerne." War sie. Vor zehn Jahren. Heute kostet ein Power Automate Flow keinen sechsstelligen Betrag mehr. Die Einstiegshürde ist so niedrig wie nie.

„Excel reicht uns." Excel ist ein großartiges Werkzeug. Für vieles. Aber nicht für alles. Wenn drei Leute die gleiche Datei pflegen und niemand weiß, welche Version stimmt, dann reicht Excel eben nicht mehr.

„Das dauert doch ewig, bis sich das rechnet." In unserem Beispiel: unter 2 Monate. Selbst bei konservativeren Zahlen liegt der Break-Even selten über 6 Monaten.

Fazit: Rechnen statt raten

Die meisten Unternehmen wissen, dass sie Geld mit manuellen Prozessen verbrennen. Sie wissen nur nicht, wie viel.

Der Investitionsrechner macht genau das sichtbar. In 5 Minuten. Mit eigenen Zahlen. Ohne Verkaufsgespräch.

Weil die beste Entscheidungsgrundlage nicht ein gutes Bauchgefühl ist. Sondern eine ehrliche Rechnung.

Wer den Kontext dahinter besser verstehen will: Unser Artikel Prozesse digitalisieren zeigt, warum Digitalisierungsprojekte scheitern - und wie man es besser macht.

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